Künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand

Künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft - doch wie schlägt er sich bei der Einführung neuer Technologien? Grundsätzlich sind Mittelständler bei solchen Themen durchschnittlich langsamer und bei Investitionen mit größeren Problemen konfrontiert. Vor allem das Thema künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand wird zu einem Dauerbrenner.

In unserem Blogartikel erörtern wir, warum der Einsatz künstlicher Intelligenz sich ausgerechnet im Mittelstand besonders lohnt und welche Schritte Sie unternehmen können, um sich der Thematik anzunähern.

Warum künstliche Intelligenz?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Künstliche Intelligenz (KI) bezieht sich auf die Fähigkeit von Maschinen, Daten zu interpretieren und intelligent zu handeln. Menschliches Lernen und Denken soll dabei auf einen Computer übertragen und ihm damit Intelligenz verliehen werden. Im Endeffekt soll der Computer Entscheidungen treffen und Aufgaben auf der Grundlage der vorliegenden Daten ausführen können - ähnlich wie es ein Mensch tut.

Doch was bedeutet das für die Unternehmen? Hier besteht dank künstlicher Intelligenz ein erhebliches Potenzial in den Bereichen der Prozessautomatisierung, Kundeninteraktion und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. 

„Für uns bedeutet künstliche Intelligenz (KI) vor allem die Nutzung verschiedener mathematischer Verfahren, zum Beispiel Machine Learning oder robotergesteuerter Prozessautomatisierung, um verschiedene Zusammenhänge und Strukturen aufzudecken wie beispielsweise Muster in großen Datensätzen. Dies hilft dabei, auf Basis dieser Erkenntnisse Entscheidungen zu treffen.“ - Prof. Dr. Markus Pfuhl und Tobias Rappers, VC/O der Viessmann Gruppe
Künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand


Der deutsche Mittelstand

Die Digitalisierung im Mittelstand wird zu einem Dauerproblem in Deutschland: Die Studie „Erfolgsfaktoren im Mittelstand“ kommt zu dem Schluss, dass ein Problembewusstsein für die Digitalisierung und seinen wichtigsten Treiber, die Künstliche Intelligenz, vorhanden ist - aber im Detail kaum konkrete Vorstellungen zur Umsetzung in Unternehmen existieren. Und so steht die deutsche Wirtschaft vor enormen Herausforderungen.

Mittelständler sind bei der Einführung neuer Technologien durchschnittlich langsamer und bei Investitionen mit größeren Problemen konfrontiert. Es besteht ein Spannungsfeld aus strategisch getriebener Notwendigkeit und einer rückwärts gewandten Unternehmenskultur.

Künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand - das klingt nach einem Erfolgsrezept, mit dem der Mittelstand seine weltweite Spitzenposition festigen kann. Doch wie kann eine erfolgreiche Einführung gelingen? Besteht überhaupt ein Bewusstsein für die Chancen, die die künstliche Intelligenz bietet?

Künstliche Intelligenz im deutschen Mittelstand 

Die Studie "Künstliche Intelligenz im Mittelstand" von Deloitte kommt zu einem spannenden Ergebnis: Die Chancen von KI sind dem Mittelstand durchaus bewusst. Je höher der individuelle digitale Reifegrad des jeweiligen Unternehmens ist, desto höher ist die zugesprochene Relevanz von KI.

„Der Einsatz von KI bietet insbesondere für den Mittelstand ein enormes Wertschöpfungspotenzial. Beispielsweise können automatisierte Qualitätskontrollen in produzierenden Unternehmen deutlich robuster, schneller und kosteneffizienter durchgeführt werden.“ - Prof. Dr. Ricardo Büttner, Hochschule Aalen

Unternehmen können eine künstliche Intelligenz grundsätzlich überall einsetzen, wo Daten anfallen. So können sie die Supply Chain oder Produktionsprozesse optimieren. Studienteilnehmer sehen das größte Potenzial beim Einsatz der KI in der Logistik (59 Prozent), der Produktion (52 Prozent), Marketing und Vertrieb (48 Prozent) sowie Forschung und Entwicklung (46 Prozent).

Unternehmen in Deutschland sehen aber auch Hindernisse bei der Einführung von künstlicher Intelligenz: Kompetenzmangel, Implementierungshürden und Datenprobleme wurden häufig genannt. 47 Prozent der Teilnehmer befürchten keine Daten oder eine unzureichende Datenqualität für den Einsatz künstlicher Intelligenz zu haben während sich 45 Prozent unsicher sind, ob eine KI nicht eventuell mehr Kosten als Nutzen generiert. 

Viele Führungskräfte, die für die Studie befragt wurden, sind auch über den Begriff KI, die Einsatzmöglichkeiten und vielleicht die zu überzogenen Erwartungen verunsichert. 

Die ersten Schritte

Daher sollte sich jedes Unternehmen an erster Stelle umfassend über künstliche Intelligenz informieren. Hier ist es wichtig, auch externe Informationsquellen in Form von Beratern zu nutzen und die eigenen Prozesse auf Optimierungspotenzial zu überprüfen.

Solche Gespräche mit Externen sind wichtig, weil viele Unternehmen die Investitionsmittel über- oder unterschätzen, die für den Einsatz der künstlichen Intelligenz zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese unterscheiden sich nämlich je nach Unternehmensgröße und Einsatzzweck. 

Letztendlich darf eins nicht vergessen werden: Gerade im Mittelstand besteht die Chance, dass dank der Unternehmerfamilie in der Firma weit weniger Umsetzungsbarrieren zu erwarten sind als in größeren Unternehmen.

Fazit

Für Sie als Unternehmer stellt sich natürlich die Frage, wie Sie dieses Wissen für sich nutzen und was Sie konkret tun können, um von künstlicher Intelligenz zu profitieren. Versuchen Sie herauszufinden, wie und wo KI den größten Unterschied für Ihr Unternehmen ausmacht. Identifizieren Sie Prozesse, die sich digitalisieren und mit Hilfe von KI verbessern lassen. Vielleicht können auch Roboter zum Einsatz kommen. Besonders hilft es auch, externe Partner an dieser Stelle einzubinden, damit diese einen frischen Blick auf Ihr Unternehmen werfen - man selbst sieht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht.

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