Kosten einsparen durch den Einsatz von Virtual Reality

Kosten einsparen durch den Einsatz von Virtual Reality

Neue Mitarbeiter werden nur so gut in ein Unternehmen integriert, wie sie auf die bestehende Aufgabe vorbereitet werden können. Jede Position in einem Unternehmen – egal, ob sie offiziellen Aus- und Fortbildungsstandards entspricht, oder nicht – muss dem intern festgelegten Anforderungsprofil entsprechen.

Beim Onboarding in den ersten Wochen sowie im späteren, laufenden Arbeitseinsatz, idealerweise begleitend zur persönlichen Entwicklung werden sie regelmäßig Schulungen absolvieren.

Einige, wie Sicherheitsschulungen, sind sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wenn dies noch umfangreich dokumentiert werden muss, sind klassische Bildungssysteme ein zeitlich intensiver und finanziell stark belastender Prozess für jedes Unternehmen.

Neue Mitarbeiter und Stammpersonal brauchen hochqualitative Schulungen. Lernen sie nur unzureichend, ohne Interesse oder gehen lediglich in Schulungen, um ihre Anwesenheit zu unterschreiben, hat das für die Unternehmensführung und die Angestellten keinen Wert – außer, dass die Schulung dokumentiert ist – wenn man das als wertvoll ansieht. Einarbeitungen, Schulungen, Seminare, Mitarbeiterweiterbildung usw. sind lohnende Investitionen, wenn sie sinnvoll sind und kostensparend geplant werden. Auch für das Image des Unternehmens ist qualifiziertes Personal essentiell.

Die gesamte Bildungsbranche wird durch Virtual Reality radikal zum Positiven verändert werden. Bevor wir auf die Vorteile von VR eingehen, ein wenig Statistik.

Drei Viertel der Unternehmen nutzen berufliche Weiterbildung, wie E-Learning, bereits aktiv

Im Jahr 2015 nutzten laut dem Statistischen Bundesamt 77 % der deutschen Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Klassische Lehrveranstaltungen wie Lehrgänge, Kurse und Seminare waren 2015 bei 62 % der Unternehmen das Mittel der Wahl.

74 % der Unternehmen nutzen andere Ideen der betrieblichen Weiterbildung, wie etwa Informationsveranstaltungen, Job-Rotation und selbstgesteuertes Lernen, beispielsweise E-Learning.

Pro teilnehmender Person entstanden den Unternehmen durchschnittlich Kosten in Höhe von 1793 Euro. Die Weiterbildungskosten je Beschäftigten lagen in Unternehmen mit Lehrveranstaltungen bei 801 Euro.

In deutschen Unternehmen wird demnach einiges in die Weiterbildung und einzelne Maßnahmen investiert. Mit der Digitalisierung besteht nun die Chance, Kosten in diesem Bereich spürbar zu senken und die Weiterbildung effizienter zu gestalten.

Großer Vorteil von VR bei nationalen und internationalen Zweigstellen

Personalausfallkosten sind, zusammen mit den Aufwendungen für externe Schulungsanbieter, der größte Posten. Zusätzlich muss ein stetiger Informationsfluss zwischen allen Partnern gewährleistet sein.

Technische Zeichnungen, Schulungsunterlagen, Dokumentationsnachweise und E-Learning-Umgebungen müssen aufwendig bereitgestellt und immer dem neusten Stand entsprechen.

Die Qualität dieser Informationsvermittlung und -verarbeitung ist, für national und international agierende Unternehmen, entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg – und direkt mit der Vergabe neuer Aufträge für Waren und Dienstleistungen verknüpft.

Aus Kostengründen werden Servicedienstleistungen oft ins Ausland verlagert, hier werden virtuelle Schulungslösungen Sprachbarrieren verringern, wenn beispielsweise geschriebene Informationen durch visuelle, dreidimensionale Darstellungen ersetzt werden.

Effizient geschulte Mitarbeiter machen weniger Fehler, das spart Kosten und verbessert das eigene Image. Am Ende entscheiden die Kunden, wem sie ihr Vertrauen schenken und wen sie weiterempfehlen.

Hybride Aus- und Weiterbildung

Eine virtuelle Aus– und Weiterbildungslösung kann die Aufwendungen für die Wissensvermittlung in Unternehmen drastisch senken.

Die Hybride Aus- und Weiterbildung setzt auf ein 2-fach gestaffeltes Schulungskonzept: Zuerst wird in Virtual Reality angelernt und dieses Grundwissen danach vor Ort innerhalb einer Augmented Reality Umgebung vertieft.

Das Konzept

1. Bildungszyklus

Eine simulierte Lernumgebung, die mittels VR geschaffen und zur Verfügung gestellt wird, ist die Basis, der sogenannte Bildungszyklus. Beispielsweise wird als VR-Brille eine Oculus Rift in Kombination mit Bewegungs-Erfassungssystemen (MS Kinect) genutzt.

Das Lernszenario wird direkt am virtuellen Objekt geschaffen, an künstlichen, dreidimensionalen Maschinen und Anlagen. So kann das Personal schrittweise und interaktiv für die notwendigen Abläufe antrainiert werden.

Um eine solche Simulation zu schaffen, sind Unternehmen in der Konstruktionsbranche, die bereits auf CAD-Lösungen setzen und die Daten somit schon abrufbar haben, ein wenig im Vorteil. Diese müssen lediglich in die virtuelle Umgebung übertragen werden.

Einmal erschaffen, kann dieses Szenario am Computer beliebig oft wiederholt sowie neue Inhalte hinzugefügt werden.

Weil nicht mehr an Maschinen und Anlagen der Produktionslinien angelegt wird, Schulungsräume aufwendig gestaltet oder Materialien zusätzlich gekauft werden müssen, ist das ein revolutionärer Ansatz, um Kosten zu sparen.

2. Unterstützungszyklus

Wenn die Aus- und Weiterbildung schließlich am Arbeitsort für den späteren Einsatz in der Praxis intensiviert wird, hat der Mitarbeiter den 2. Schritt, den Unterstützungszyklus, erreicht.

Diese erweiterte Unterstützungsumgebung wird durch Augmented Reality-Brillen (MetaOne) oder Smart Glasses (Google Glas) möglich gemacht. Der Mitarbeiter befindet sich direkt am Arbeitsplatz, und die visuellen Inhalte werden unterstützend auf die reale Umgebung projiziert.

Das Einfärben von Bauteilen, Überlagerungen oder Explosionsdarstellungen zum Beispiel sind eine weitere Unterstützung für das immersive Lernen. Nutzt man die gleichen visuellen Vorlagen wie in Phase 1, ist der Lerneffekt umso größer, das spart Zeit und Geld.

Die Unterstützungsphase können auch die Ausbilder nutzen. Speziell Unternehmen mit mehreren Zweigstellen benötigen mehr als einen Instrukteur. Man kann ihn sowie externe Ausbilder aber durch Glasfaserleitungen von einem Fortbildungsort zum nächsten schicken.

Durch das Internet werden der Schüler und der Ausbilder mit den Datenbrillen verbunden und letzterer kann die Schulung durch ein Video mitverfolgen. Er gibt zugleich Instruktionen oder notiert sich Probleme, die ihm währenddessen auffallen. Es ist auch denkbar, dass er Inhalte synchron hinzufügt. Das können auch ein oder mehrere erfahrene Kollegen sein.

Wer Personal, Reise und Transportkosten minimieren möchte, kann hier auf VR setzen.

Play, Record, Rewind, Forward, Pause, Stop

Vorwissen nutzen und individuelle Weiterbildung

Ein weiterer Grund für die kostengünstige Anwendung von Virtual Reality für Aus- und Fortbildungen ist, dass Mitarbeiter, die unterschiedliches Vorwissen aufweisen, adaptiv an die bestehenden Aufgaben herangeführt werden können. Es ist ein klarer Vorteil, dass virtuelle Simulationen versioniert, sich gegenseitig Aufbauen und an jedem beliebigen Punkt gestartet werden können.

In gefährlichen Szenarien oder Nischenberufen, in denen Schulungen für bestimmte Situationen schwer oder überhaupt nicht möglich sind, ist das besonders interessant. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Elektrotechnik
  • Feuerwehr
  • THW
  • Bombenentschärfer
  • Soldaten
  • Holzfäller

Außerdem sind die Fortbildung schnell auf den Mitarbeiter und sein individuelles Lernpensum anpassbar. Schulungszeiten werden auf ein effektives Minimum reduziert.

Wie teuer ist der Einstieg?

Genaue Zahlen über die Kosten von Virtual Reality zu nennen ist, wegen den unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmen, nicht sinnvoll.

Zum Vergleich: VR-Kosten vor einigen Jahren

Im Jahr 2000 waren für einen VR-Arbeitsplatz noch 2-3 Millionen D-Mark nötig. Da die Hardware heute vorwiegend aus dem Consumer-Bereich kommt, sind die Preise entsprechend gefallen. Auch bei den Programmen, wie Datenbanken und Autorensoftware für VR, sind immense Fortschritte zu verzeichnen.

Virtual Reality Kosten sind stark gesunken

Konkret bedeutet das, die Einstiegskosten für Virtual Reality haben sich stark reduziert. Für einen VR-Arbeitsplatz oder einen VR-Schulungsplatz ist zunächst Hardware und eine freie Fläche notwendig. Die Hardware gibt es heutzutage für 300-800 € pro VR-Brille, inklusive Controllern und je nach Anwendung cira 2.000 € für einen leistungsstarken Computer.

Zusätzlich muss individuelle Software für Ihren Anwendungsfall programmiert werden. Hier ist die Komplexität der Anforderungen bestimmend, wertschöpfende Unternehmensanwendungen ab 50.000 € zu erstellen. Bei der Entwicklung von VR-Software entstehen nach und nach weitere Frameworks, was mittelfristig die Kosten für eigene Entwicklungen weiter senken wird.

Neue 360-Grad-Kameras lösen höher auf, ohne dass diese wesentlich mehr Kosten als frühere Systeme. Die Datenbrillen und Grafikkarten werden leistungsstärker. Je besser das Bild, desto immersiver tauchen die Lernenden in die Umgebungen der Virtual Reality ein und desto besser sind diese auch verträglich.

Nicht jeder reagiert positiv auf die Reise in die simulierte Wirklichkeit, für die Akzeptanz hilft eine ausgereifte Technik sehr. Der bildungsrelevante und finanzielle Erfolg von VR im Unternehmen misst sich auch an der Anzahl der mitmachenden Mitarbeiter.

Gerade, wenn vorhandene Daten aus CAD-Systemen schon genutzt werden können, ist der finanzielle Aufwand für den Einstieg gering. Aber auch für alle anderen lohnt es sich, die Möglichkeiten im Detail zu betrachten und sich zum Beispiel von uns beraten zu lassen.

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