Robust und interoperabel: Entwicklung der Bodenkontrollstation für das unbemannte Luftfahrtsystem Ghost 150

Robust und interoperabel: Entwicklung der Bodenkontrollstation für das unbemannte Luftfahrtsystem Ghost 150

Softwarelösungen, die komplexe und missionskritische Prozesse in Echtzeit steuern, sind das Herzstück moderner unbemannter Systeme. Doch was passiert, wenn ein hochmodernes Luftfahrzeug technologische Höchstleistungen erbringt, die zugehörige Steuerungsumgebung aber absolut ausfallsicher, flexibel und nahtlos interoperabel sein muss? Vor dieser anspruchsvollen Aufgabe stand das Projekt rund um das unbemannte Luftfahrtsystem Ghost 150 der BM Defence and Security AG. Die Ghost 150 ist eine wegweisende Plattform, deren zentrales Bedienelement – die Bodenkontrollstation (Ground Control Station, GCS) – eine hochgradig professionalisierte Software benötigt. An diesem Punkt kam die new direction GmbH ins Spiel – und gemeinsam gelang uns ein großer Schritt nach vorn.

System-Kontext

Die Ghost 150 ist ein unbemanntes Luftfahrtsystem der 150-Kilogramm-Klasse. Nach Herstellerangaben der BM Defence and Security AG erreicht sie eine Ausdauer von bis zu 15 Stunden und eine GCS-Reichweite von 200 Kilometern. Die Plattform ist modular für unterschiedliche Nutzlasten ausgelegt, von Aufklärungssensorik bis zu Effektoren.

Problem

Die Anforderungen an uns waren klar und ambitioniert. Die Bodenkontrollstation als zentrale Schnittstelle zwischen Bediener und Luftfahrzeug musste absolute Stabilität und Verfügbarkeit garantieren, um Telemetriedaten, Nutzlaststeuerung und Lagedarstellung zuverlässig und in Echtzeit zu verarbeiten. Gleichzeitig war es entscheidend, die Steuerungsumgebung zukunftssicher und erweiterbar zu gestalten, um flexibel auf unterschiedliche Missionsprofile und wechselnde Nutzlasten reagieren zu können.

Ein zusätzlicher Fokus lag auf der Einhaltung etablierter internationaler Interoperabilitätsstandards. Neben tiefgehendem technischen Know-how in der Echtzeit-Softwareentwicklung waren strukturierte Teststrategien, ein lückenloses Anforderungsmanagement sowie präzise Qualitäts- und Sicherheitsanalysen gefordert – Anforderungen, die perfekt zu unserem methodischen und pragmatischen Ansatz bei der new direction GmbH passen.

Lösung

Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Steuerungsumgebung basiert auf drei Säulen: standardisierter Interoperabilität, agilem Qualitätsmanagement und einer robusten Echtzeit-Architektur.

Standardisierte Interoperabilität und höchste Sicherheitsanalysen

Als zentraler Referenzrahmen für die Interoperabilität wurde der Standard STANAG 4586 implementiert. Dies stellt sicher, dass die Bodenkontrollstation nahtlos mit anderen Systemen kommunizieren und Daten austauschen kann. Begleitend dazu haben wir fundierte Sicherheitsanalysen und eine umfassende Bedrohungsmodellierung durchgeführt. Damit ist das System nicht nur hochgradig kompatibel, sondern auch resilient gegen äußere Einflüsse und Bedrohungen geschützt.

Strukturiertes Anforderungs- und Konfigurationsmanagement

Um die hohe Komplexität der modularen Plattform beherrschbar zu machen, setzen wir auf ein lückenloses Anforderungsmanagement mit vollständiger Nachverfolgbarkeit (Traceability). Jede Funktion und jede Anpassung der Steuerungsumgebung ist von der Anforderung bis zum fertigen Code-Release transparent dokumentiert. Gekoppelt mit einem professionellen Konfigurations- und Versionsmanagement behalten alle Projektbeteiligten zu jedem Zeitpunkt den vollen Überblick über den Entwicklungsstand.

Echtzeit-Verarbeitung und zuverlässige Teststrategien

Die Verarbeitung von Echtzeit-Telemetrie und die präzise Steuerung der Payload erfordern eine Software von maximaler Robustheit. Durch den Einsatz strukturierter und automatisierter Teststrategien sichern wir die Qualität der Steuerungsumgebung kontinuierlich ab. Fehlerquellen werden proaktiv minimiert, sodass die Bediener im Feld eine hochgradig verlässliche, bedienbare und intuitive Lagedarstellung erhalten.

Wertsteigerung

Unsere Mitwirkung hat die Bodenkontrollstation der Ghost 150 zu einer zukunftssicheren, robusten und hochfunktionalen Steuerungsumgebung geformt. Durch die konsequente Umsetzung des STANAG 4586-Standards ist das Gesamtsystem voll interoperabel und bereit für den flexiblen Einsatz in komplexen Szenarien. Die Verbindung aus präzisem Anforderungsmanagement und proaktiven Sicherheitsanalysen garantiert der BM Defence and Security AG eine maximale Verlässlichkeit sowie eine einfache Erweiterbarkeit für zukünftige Nutzlasten und Anforderungen.

Solche und ähnliche Lösungen setzen wir bei der new direction GmbH schnell und zuverlässig um. Bei Fragen oder einem konkreten Anliegen können Sie sich gern direkt mit uns in Verbindung setzen.

Kontakt

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